Elegie für junge Liebende

Premiere

Landestheater Detmold

Oper in drei Akten von Hans Werner Henze

Musikalische Leitung: Lutz Rademacher, Regie: Kay Metzger, Bühne und Kostüme: Michael Heinrich

Künstler sind manchmal unerbittlich, wenn es um das Gelingen ihres Werks geht oder sie eine akute Schaffenskrise durchleiden. Um eine solche zu überwinden, endlich wieder etwas verfassen zu können und um sich auch für die Enttäuschung einer gescheiterten Beziehung zu entschädigen, geht der berühmte Dichter Gregor Mittenhofer auch über Leichen. Ein Bergunglück, bei dem seine ehemalige Geliebte mit ihrem nunmehrigen Partner nicht ohne sein Verschulden umkommt, bietet ihm Inspiration für sein neues Werk „Elegie für junge Liebende“.Es wird ein Publikumserfolg.

Hans Werner Henze fragt in seiner 1961 bei den Schwetzinger Festspielen uraufgeführten Oper nach den Grenzen künstlerischer Freiheit. In welchem Ausmaß darf sie sich Realität dienstbar machen, sich sogar über das Leben stellen? Zugleich erzählt seine Komposition nuanciert und bildhaft von der Hoffnung und Zuneigung der jungen Liebenden im Angesicht ihres bevorstehenden Todes. „Elegie für junge Liebende“ ist ein effektvoll und anspielungsreich geschriebener moderner Klassiker des Musiktheaters.

Im Gedenken an den großen Künstlersohn der Stadt findet in Henzes fünftem Todesjahr erstmals eine Premiere des Landestheaters Detmold in Gütersloh statt.

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