Der eingebildete Kranke

Lustspiel von Molière, Übersetzung und freie Bearbeitung von Volker Lechtenbrink

Ernst Deutsch Theater, Hamburg

Regie: Volker Lechtenbrink, Wolf-Dietrich Sprenger, Bühne: Achim Römer, Kostüme: Nini von Selzam, Musik: Felix Huber

Der reiche Kaufmann Argan ist ein Hypochonder der besonderen Art. Seine Todesangst treibt ihn zu teuren, skurrilen Kuren und Heilungsmethoden. Er beschäftigt ein ganzes Heer von Ärzten, die gepfefferte Honorare kassieren. Auch seine untreue zweite Ehefrau Béline ist nur hinter seinem Geld her. Um die Arztkosten zu senken, will Argan seine Tochter Angélique mit dem wenig attraktiven Arzt Monsieur Diafoirus verheiraten. Angélique ist aber unsterblich in Cléante verliebt. Toinette, Dienerin im Hause Argan, kann diese Machenschaften nicht länger ertragen und spinnt eine Intrige, die Argan endlich und endgültig die Augen öffnen soll.

Molière erstellt in diesem, seinem letzten Werk noch einmal eine glänzende Charakterstudie und geißelt mit ihr eine menschlich-allzumenschliche Schwäche, nämlich sich allzu leicht und allzu sehr der Sorge um das eigene Wohlbefinden hinzugeben. Gleichzeitig bedeutet das Stück eine scharfe Satire auf die Medizin seiner Zeit und auf das Ärztewesen, von dem der Dichter nicht allzu viel gehalten zu haben scheint. Molière selbst spielte 1673 die Titelrolle in seiner eigenen Inszenierung. Während der vierten Vorstellung brach er auf der Bühne zusammen und verstarb kurz darauf.

„Am Ernst Deutsch Theater haben zwei Künstler einen Leckerbissen kreiert, den das Publikum unter großem Gelächter genossen hat.“ (Die Welt)

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