Die Welt im Rücken

Nach dem gleichnamigen Roman von Thomas Melle

Burgtheater Wien

Uraufführung

Regie: Jan Bosse, Bühne: Stéphane Laimé, Kostüme: Kathrin Plath, Musik: Arno Kraehahn, Licht: Peter Bandl
Es spielt: Joachim Meyerhoff

Ein Mann dreht durch. Er ist der Verrückte, der den Verkehr beschimpft, sich für den neuen Messias hält. Pralles Leben, nächte- und tagelang Party, alles auf einmal, jetzt, sofort. Was ihn umgibt, spricht zu ihm – alles meint ihn, er ist der Mittelpunkt des Universums. Er verliert Freunde, seine Wohnung, sein Hab und Gut, sich selbst.

Thomas Melle ist manisch-depressiv, die genaue Diagnose: bipolare Störung der Klasse I, die schwere Variante. Und er ist Autor dieses Romans, beschreibt drei manische Phasen von ungewöhnlich langer Dauer und ihre Folgen. Er sucht und findet eine Sprache für Mitteilungen aus dieser psychischen Hölle, in der jede Kontinuität und Sicherheit des Lebens zerfetzt, zersplittert wird. Joachim Meyerhoff wurde für seine Darstellung in „Die Welt im Rücken“ in der traditionellen Kritikerumfrage von „Theater heute“ zum Schauspieler des Jahres gewählt und mit dem Nestroy 2017 als „Bester Schauspieler“ ausgezeichnet. Die Inszenierung wurde zum Berliner Theatertreffen 2018 eingeladen.

„Ein Triumph für Joachim Meyerhoff, der auf der Bühne nahezu Übermenschliches leistet.“ (FAZ)

„Jan Bosse inszenierte [...] ein fiebriges, bildstarkes Roadmovie über eine bipolare Störung. Joachim Meyerhoff ist phänomenal. [...] Das Publikum raste: Standing Ovations für Meyerhoffs Virtuosen-Stück.“ (Die Presse)

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