Trüffel Trüffel Trüffel

Lustspiel von Eugène Labiche in der Neuübersetzung von Tobias Haberkorn

Münchner Kammerspiele

Regie: Felix Rothenhäusler, Bühne: Jonas von Ostrowski, Kostüme: Elke von Sivers, Musik: Pantha du Prince, Licht: Stephan Mariani, Dramaturgie: Tarun Kade
Es spielen: Annette Paulmann, Wiebke Puls, Marie Rosa Tietjen, Risto Kübar u.a.

„Mir ist ganz schwindlig von der gesellschaftlichen Höhe, die ich so langsam erreiche.“ Klassenunterschiede und die mit ihnen einhergehenden sozialen Codes sind bestes Komödienmaterial, das wusste schon im 19. Jahrhundert Eugène Labiche. „Trüffel Trüffel Trüffel“ (eigtl. „La poudre aux yeux“, wörtlich übersetzt „Sand in den Augen“), eines seiner über 175 Lustspiele, handelt von Kleinbürgern, die einander Großbürgerlichkeit vorspielen, sich gegenseitig sprichwörtlich Sand in die Augen streuen. Sie reden geschwollen daher, ordern eine Unzahl von Trüffelspeisen und abonnieren eine Loge in der Oper, wo leider nichts anderes läuft als immer wieder „Rigoletto“. Egal: Wer hoch hinaus will, muss hoch stapeln. FAKE IT, UNTIL YOU MAKE IT.

Der Regisseur Felix Rothenhäusler knüpft mit „Trüffel Trüffel Trüffel“ an seine Studienarbeit „Die Affäre in der Rue de Lourcine“ an, ebenfalls von Eugène Labiche, die über acht Jahre lang das Publikum mit minimalen Mitteln zu maximalem Lachen bringen konnte, zuletzt am Theater Bremen, wo Felix Rothenhäusler seit 2012 Hausregisseur ist.

„Der Regisseur entzündet mit acht Darstellern ein hochnotkomisches Satz- und Pointenfeuerwerk, dessen Sprachwitzfuror unbedingt auch der geistreich spritzigen Neuübersetzung von Tobias Haberkorn zu danken ist. Man ist davon entzückt, oder um es mit Ermelinde zu sagen: ,beeindrückt'.“ (Süddeutsche Zeitung)

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