Moby Dick

Nach Herman Melville in der Übersetzung von Matthias Jendis

Thalia Theater, Hamburg

Regie: Antú Romero Nunes, Ausstattung: Matthias Koch, Musik und Sound-Design: Johannes Hofmann, Rewert Lindeburg

Ismaels Flucht zur Seefahrt ist die Seelenreise eines Ausgestoßenen hinein in die großen Fragen des Menschseins. Die Suche nach Heimat in der Heimat losigkeit und nach einem Grund unter dem Abgrund treibt die Männer unter der Führung Kapitän Ahabs an, in die Welt auszuziehen und die großen Themen unseres Daseins anzusegeln, um das Böse aus der Welt zu schaffen und die Maske der Dinge zu zerschlagen. In Melvilles gattungssprengendem Roman, in den Beschreibungen von Mensch und Tier, von Mensch und Natur, in dem vom Schicksal geschlagenen Ahab, der sein Bein einst beim Kampf gegen den weißen Wal verloren hat, findet sich die Wut des Menschen über sein Schicksal. Inspiriert vom Alten Testament, den Werken Shakespeares und den Geschehnissen seiner Epoche, schreibt Herman Melville 1851, seiner Zeit voraus, diesen verstörenden Roman. Antú Romero Nunes geht gemeinsam mit seiner starken Männermannschaft auf See und lässt die Vorlage zum Bühnenabenteuer werden – eine große Reise in die Welt wie ins eigene Ich.

„Die Fantasie, mit der der Regisseur Nunes diese Choreographien ersonnen hat und die Kraft, mit der das Ensemble sich in seine Matrosenarbeit stürzt, schaffen zusammen etwas, das zum Besondersten und Staunenswertesten gehört, das man seit Langem auf einer deutschen Bühnegesehen hat.“ (Die Welt)

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