Blind

Schauspiel von Lot Vekemans, Deutsch von Eva M. Pieper und Alexandra Schmiedebach

Residenztheater, München

Deutschsprachige Erstaufführung

Regie: Matthias Rippert, Bühne: Fabian Liszt, Kostüme: Alfred Morina, Musik: Robert Pawliczek, Licht: Markus Schadel
Es spielen: Juliane Köhler und Manfred Zapatka

Erfolgsdramatikerin Lot Vekemans trifft mit ihrem neuen Stück den Nerv der Zeit. Mit großer Sensibilität erzählt sie von Vater und Tochter, gespielt von Manfred Zapatka und Juliane Köhler, die unvereinbar scheinende Haltungen zu gesellschaftlichen und politischen Themen haben, und fragt, wie diese Konflikte überwunden werden können.

Nach dem Tod seiner Frau lebt Richard abgeschottet in einer streng bewachten Gated Community. Seine langjährige Haushälterin hat er ohne ersichtlichen Grund entlassen. Nun nimmt er seine einzige Tochter Helen in die Pflicht, ihn zu versorgen, da er zunehmend pflegebedürftig wird. Zwischen Vater und Tochter herrschte lange Funkstille, trennt die beiden doch mehr, als sie verbindet. Richard – als ehemaliger erfolgreicher Ingenieur für Wasserwirtschaft immer noch mit einem großen Ego ausgestattet – respektiert weder Helens idealistische Berufsauffassung als Anwältin noch die Wahl ihres Ehemanns, eines Schwarzen Intellektuellen. Helen wiederum wirft ihm vor, sich den Herausforderungen einer sich verändernden Gesellschaft zu entziehen.

„Köhler und Zapatka verwandeln den glasklaren Dialog in schauspielerische Gravitationswellen.“ (nachtkritik)

Mit Unterstützung aus dem Dr.-Joachim-Bauer-Kulturfonds unter dem Dach der Bürgerstiftung Gütersloh

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