Die Dorfkomtesse

Operette von Rachel Danziger van Embden, Libretto von Erich Urban und Alexander Sigmund Pordes-Milo

In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

Theater für Niedersachsen, Hildesheim

Musikalische Leitung: Esther Hilsberg, Regie: Oliver Pauli, Bühne und Kostüme: Bernhard Bruchhardt, Choreografie: Katharina Glas, Chor: Achim Falkenhausen

Helle Aufregung in einem Tiroler Bergdorf: Prinz Carl Emanuel macht hier Station auf seiner Europareise, bei der er eine Gattin wählen will. Zwar flirtet er gern, doch die standesgemäßen Damen erscheinen ihm langweilig. Er ahnt nicht, dass seine nächste Kandidatin, Prinzessin Flori, inkognito als Malerin im Dorf lebt, wo man sie wegen ihrer feinen Manieren „die Dorfkomtesse“ nennt. Am Hof gilt sie hingegen als undamenhaft, da sie selbst kocht und offen spricht. Als der Prinz sie mit einem Strauß Edelweiß zur Ballkönigin machen will, belehrt sie ihn, echte Liebeserklärungen erforderten eigenhändig gepflückte Blumen.

Die Komponistin Rachel Danziger van Embden, in Amsterdam geboren, lebte in Berlin und schrieb Opern, Operetten und Filmmusiken. Ab 1933 wurden ihre Werke verboten; sie entkam als fast einziges Mitglied ihrer jüdischen Familie der Ermordung und floh nach England. „Die Dorfkomtesse“ wurde 1909 in Stockholm uraufgeführt und sorgte als eine der ersten Operetten einer Frau für Furore. Musikalisch verbindet sie Wiener und Berliner Operette – von Walzern über Schuhplattler bis zu spritzigen Buffoduetten – und präsentiert eine selbstbewusste Heldin, die den Männern überlegen ist.

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