Schauspiel mit Musik nach dem Roman von Gün Tank
Schauspielbühnen in Stuttgart, Altes Schauspielhaus
Regie und Bearbeitung: Murat Yeginer
Es spielen: Yasemin Cec, Melisa Melek Özel u.a.
Sie heißen Nour, Tülay, Mercedes, Dede und Cemile und sie kamen zum Arbeiten nach Deutschland. Sie kommen aus der Türkei, Spanien, Griechenland, Jugoslawien, Marokko und Italien. Sie vermissen ihre Familien, haben Heimweh und die Arbeitsbedingungen in Deutschland sind keine leichten, doch ihre Familien in der Heimat zählen auf sie und das Geld. Irgendwann fällt der 22-jährigen Nour und ihren Freundinnen auf, dass sie doch als „Gäste“ gekommen sind und man Gäste eigentlich besser behandelt, oder? Nour, die sich schon in ihrer Heimatstadt Istanbul nichts verbieten ließ, erfährt von einem Frauenstreik in den Zwanzigerjahren. Die jungen Frauen beginnen fortan für die Rechte der weiblichen Arbeiterinnen zu kämpfen und fordern, die Unterbringung in ihren Wohnheimen zu verbessern. Unter dem Slogan „Eine Mark mehr!“ wollen die jungen Frauen endlich raus aus der „Leichtlohngruppe“.
Gün Tanks Debütwerk „Die Optimistinnen. Roman unserer Mütter“ erzählt in der sonst eher männlich geprägten Geschichte der sogenannten „Gastarbeiter“ aus packender weiblicher Perspektive über Solidarität, starke Frauen und den enormen Beitrag, den diese Frauen deutschlandweit im Arbeitskampf geleistet haben.