Nordwestdeutsche Philharmonie | Wolfgang Emanuel Schmidt | Cecilia Laca (Violine)

Johannes Brahms (1833 –1897) | Violinkonzert D-Dur op. 77
Robert Schumann (1810 -1856) | Sinfonie Nr. 4 d-moll op. 120

Das Violinkonzert von Johannes Brahms ist einer der herausragenden Gattungsbeiträge aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Obwohl es dem Geiger Joseph Joachim gewissermaßen in die Finger geschrieben wurde, ist es kein Virtuosenkonzert alten Schlags, sondern ein Werk, in dem Soloinstrument und Orchester in einen ausgewogenen Dialog miteinander treten. Zum Erfolg des D-Dur-Werks dürfte auch der Umstand beigetragen haben, dass sich Brahms hier musikalisch weniger spröde als in anderen Werken zeigt. Die vierte Sinfonie von Robert Schumann wollte der Komponist laut Tagebuch nach seiner Gattin Clara benennen. Am Ende aber ließ er das Werk ohne Untertitel. Schumanns „Vierte“ ist bemerkenswert, weil die vier Sätze ohne Pause ineinander übergehen und durch ein Netz motivischer Beziehungen miteinander verwoben sind. Ein Schlüsselwerk: Es ist Schumanns am weitesten in die Zukunft weisende Sinfonie.

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