Uraufführung
Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin
Das geplante Gastspiel der israelischen Batsheva Dance Company kann aufgrund der Kriegssituation nicht stattfinden. Die Company muss ihre gesamte Europatournee absagen. Auch die für den 8. November in Gütersloh geplante „Gaga Class“ entfällt.
Anstelle der Batsheva Dance Company gastiert das „Ballett X“ des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin mit der Produktion „BACH past − present – future“, Choreografien von Xenia Wiest und Jonathan dos Santos zu Musik von Johann Sebastian Bach und Francesco Tristano.
„BACH past − present – future“, ersetzt die Position der Batsheva Dance Company im Abonnement, Einzelkarten behalten ihre Gültigkeit bzw. können an den Vorverkaufsstellen, an denen sie erworben wurden, zurückgegeben werden.
Seit der Spielzeit 2021/22 ist Xenia Wiest die neue künstlerische Leiterin und Chefchoreografin am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin. Mit mindestens einer Neukreation pro Saison prägt sie das künstlerische Profil des internationalen Ensembles. Das X im Namen symbolisiert eine Offenheit in alle Richtungen und den Willen zur Innovation. Das betrifft nicht nur die künstlerische Seite, sondern auch den offenen Führungsstil mit der Schaffung eines gesunden und positiven Arbeitsumfeldes. Die Tanzsprache basiert auf einer starken klassischen Technik, die neoklassische und zeitgenössische Einflüsse integriert und sich ästhetisch nicht beschränkt.
In ihrer neuen Tanzproduktion reist Ballettdirektorin Xenia Wiest zunächst mit dem Publikum in die Vergangenheit. Der Abend beginnt mit „Ashes“, einer Choreografie, die sie 2019 für das Jeune Ballet in Lyon zu Johann Sebastian Bachs „Chaconne“ – in einer Bearbeitung für Orchester – kreiert hat. Fortgesetzt wird der Abend mit neuen Kreationen von Jonathan dos Santos und Xenia Wiest, die sich mit der Gegenwart bzw. Zukunft befassen. Dabei handelt es sich nicht um drei voneinander unabhängige Stücke, sondern um einen organisch entwickelten Ballettabend, der die unterschiedlichen Facetten von Bachs Musik widerspiegelt.
Xenia Wiest konnte für den Ballettabend den Musiker und Pianisten Francesco Tristano gewinnen, der die Konzertsäle weltweit füllt. Francesco Tristano hat sich sowohl in der Klassikszene einen Namen gemacht, insbesondere mit seinen Bach-Interpretationen, ist aber auch in der elektronischen Musikszene beheimatet und als DJ unterwegs. Für „BACH past - present – future“ hat Francesco Tristano Werke von Bach selbst eingespielt und eigens für das Ballett X Schwerin eine Auftragskomposition erarbeitet.
„Schweriner Ballett begeistert mit Bach-Variationen.“ (dpa)
„Mir jubelndem Beifall ist die erste Premiere der Tanzcompagnie in der neuen Spielzeit am Mecklenburgischen Staatstheaters in Schwerin gefeiert worden. […] Fazit des Abends ist: Bach eignet sich für alle Generationen.“ (Ostsee-Zeitung)
„Ein farbenreiches Stimmungsbild…eine wohltemperierte Vorstellung zeitgenössischen Balletts.“ (Schweriner Volkszeitung)