Hermann, Henze, Hamlet, Heute

Das Programm der Spielzeit 2026/2027 am Theater Gütersloh

Das Theater Gütersloh präsentiert in der Spielzeit 2026/2027 ein ebenso hochkarätiges wie vielseitiges Programm. Es wurde unter Beteiligung des 1. Beigeordneten Henning Matthes, Vertretern des Sponsorengremiums KulturPLUS+, des Fördervereins Theater in Gütersloh e. V. sowie der Bürgerstiftung Gütersloh vom Kaufmännischen Leiter Ralph Fritzsche und der Künstlerischen Leitung, Christian Schäfer und Karin Sporer, im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt.

Die Spielzeitbroschüre ist seit dem 16. April 2026 in gedruckter Form auf mehr als 140 Seiten und online unter theater-gt.de verfügbar. An der Gestaltung war in diesem Jahr auch der Gütersloher Grafiker Manfred Makowski („Holzpixel Design Werkstatt“) beteiligt. Der Spielplan umfasst Schauspiel, Musiktheater, Figurentheater, Tanz, Kinder- und Jugendtheater, Konzerte, Weltmusik, Jazz sowie partizipative Formate. Im Mittelpunkt stehen große Stoffe, starke Figuren und Menschen, die Theater aktiv mitgestalten. Damit setzt das Theater erneut auf ein breites Spektrum, nationale wie internationale Gastspiele und offene Angebote für Gütersloh und die Region – generationenübergreifend, nahbar und vielseitig aufgestellt. Im Übrigen werden Heldinnen und Helden beleuchtet und belächelt, hinterfragt und manchmal auch gefeiert.

Zu den Highlights zählt die Eigenproduktion „Hermann (fool on the hill)“ von Fink Kleidheu zum 150. Todestag von Hermannsdenkmal-Erbauer Ernst von Bandel, in der Regie des Künstlerischen Leiters Christian Schäfer, mit großzügiger Unterstützung durch das Förderprogramm Regionale Kulturpolitik des Landes.

Gastspiel-Höhepunkte kommen vom Burgtheater Wien („Egal“ von Marius von Mayenburg mit Caroline Peters und Michael Wächter), dem Schauspielhaus Zürich („Ödipus Tyrann“ nach Sophokles) oder dem Berliner Ensemble (Barrie Koskys gefeierter Kafka-Abend „K.“). Aber auch „Hamlet“ vom Theater Basel, „Blind“ mit Manfred Zapatka und Juliane Köhler vom Residenztheater München, sowie „Kabale und Liebe – allerdings mit anderem Text und auch anderer Melodie“ vom Deutschen Schauspielhaus Hamburg gehören dazu. 

Im Tanz sind erstmals Dancenorth aus Australien zu Gast, das weltbekannte Nederlands Dans Theater NDT II und die nicht weniger renommierte São Paulo Dance Company kehren mit neuen Abenden an die Dalke zurück.

Im Musiktheater präsentiert das Theater das große deutsch-italienische Opernprojekt „Don Chisciotte della Mancia“ zum 100. Geburtstag des in Gütersloh geborenen Hans Werner Henze. Anlässlich dessen wird auch der neue Film „Hans Werner Henze Komponist – Kommunist – Dandy“ am 11. Oktober im bambi Filmkunstkino gezeigt. Sämtliche Programmpunkte zu Henzes runden Geburtstag werden vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe und der Musikförderung des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt. Außerdem setzten Puccinis „La Bohème“, das preisgekrönte ABBA-Konzertprojekt „Dancing Queen“ der lautten compagney BERLIN und das Musical „Dear Evan Hansen“ besondere Akzente.

Die Reihe Panoramamusik startet mit dem renommierten „Minguet Quartett“, das sich auf Spurensuche nach den Inspirationsquellen des jungen Hans Werner Henze begibt, bevor das Piano- Duo Gülrü Ensari und Herbert Schuch ein besonderes Programm mit dem Titel „Herkunft“ präsentieren wird, das sich unter anderem mit den Ungarischen Tänzen von Johannes Brahms befasst.

In der Reihe Gütersloh Philharmonisch bringt die Nordwestdeutsche Philharmonie mit herausragenden Solistinnen und Solisten vier vielversprechende Programme zu Gehör, unter anderem die Erlkönig-Orchesterfantasie von Henze.

In der Reihe Fokus Lied erklingen, kuratiert von Prof. Manuel Lange, unter anderem Werke von Schubert, Wolf, Schumann und Beethoven, zu dessen 200. Todestag 2027.

Im Klangkosmos Weltmusik gibt es Musik aus Jordanien, Kirgisistan, Italien, dem Senegal, Peru und Pakistan.

Für Familien beginnt die Saison am 6. September 2026 mit dem Kulturspielfest „Donnerlüttken – Heldinnen und Helden“ bei freiem Eintritt. Es folgen Produktionen wie „Robin Hood“, „Der Weihnachtsroboter“, „Die kleine Hexe“ und „Momo“. Im Jugendtheater setzen „Animal Farm“, „White Box“ und „1984“ thematische Akzente.

Stückeinführungen, Publikumsgespräche, Spielclubs, Workshops, Bürgerbühne und Führungen öffnen auch in der Spielzeit 2026/2027 das Haus für Mitwirkung und Austausch.

Weihnachtlich wird es bei den Isländischen Weihnachten, für die der Förderverein Theater in Gütersloh den vielgeliebten Singer-Songwriter Svavar Knútur zurück an die Dalke bringt, bevor mit „ABBA Jetzt!“ der Jahresausklang begangen und mit dem Neujahrskonzert der Westfälischen Kammerphilharmonie das Jahr 2027 begrüßt wird.

Das Preisniveau bleibt ebenso unverändert wie die Abostruktur, wobei die Abonnements „Musik und Theater I-IV“ in „Theater, Musik, Tanz I-IV“ und die Rubrik „Theaterspionage“ in „Mitmachen!“ umbenannt werden, ohne dass sich inhaltlich etwas verändern wird. 

Sowohl Henning Matthes als auch die Theaterleitung zeigten sich zufrieden mit der Auslastung von weit über 80 % in der noch laufenden Spielzeit 2025/26 und dankten allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die dazu beitragen, dass die gewohnt hohe Qualität des Programms auch in Zeiten klammer Haushaltskassen aufrechterhalten werden kann. Dies wurde auch als Devise für die kommenden Jahre ausgegeben.

Der Vorverkauf von Abonnements startet am Samstag, den 30. Mai 2026, 9.00 bis 14.00 Uhr, in der Tourist-Information Gütersloh, Berliner Str. 63, 33330 Gütersloh und online unter theater-gt.de. Postalisch und per E-Mail eingegangene Abonnementbestellungen werden nach dem 30. Mai bearbeitet.

Der Verkauf von Einzelkarten für die gesamte Spielzeit 2026/2027 startet am Samstag, den 27. Juni 2026, 9.00 bis 14.00 Uhr, in der Tourist-Information Gütersloh, Berliner Str. 63, 33330 Gütersloh. Unter theater-gt.de sind Theaterkarten ab dem 27. Juni 2026, 9.00 Uhr, auch online erhältlich. Am 27. Juni 2026 können keine telefonischen Vorbestellungen entgegengenommen werden. Einzelkartenbestellungen per E-Mail und telefonisch sind ab Dienstag, den 30. Juni 2026, möglich.

 Gruppenbestellungen für Schulen und Kitas sind bereits ab dem 16. April möglich.

Reihe „Vier Jahreszeiten“ 2026/2027

 

Weltbekannte und hochkarätige Künstlerpersönlichkeiten im Theater Gütersloh

In der Spielzeit 2026/2027 setzt die Sponsorengemeinschaft KulturPLUS+, getragen von den Unternehmen Bertelsmann, Volksbank in Ostwestfalen, Nobilia, Sparkasse Gütersloh-Rietberg-Versmold, Stadtwerke Gütersloh, Beckhoff Automation und Miele, ihr Engagement für ein herausragendes Kulturprogramm im Theater Gütersloh fort. Auch in der kommenden Saison werden in der durch KulturPLUS+ ermöglichten Premium-Reihe „Vier Jahreszeiten“ herausragende Highlights auf internationalem Niveau präsentiert.

Die Reihe verbindet markante künstlerische Persönlichkeiten und unterschiedliche musikalische Welten zu einem facettenreichen internationalen Programm. Vom klassischen Konzert und Opernrepertoireüber Singer-Songwriter und Crossover bis hin zur musiktheatralen Bühnenshow eröffnen sich vielfältige Perspektiven auf Musik und Performance. In der Saison 2026/2027 erwartet das Publikum Top-Künstlerinnen und -Künstler aus Uruguay, der Türkei, Frankreich, der Schweiz und Deutschland.

Voller Temperament, Verführung und Wucht startet die neue Saison am Donnerstag, den 26. November 2026: Der uruguayische Weltstar-Bariton Erwin Schrott bringt mit seinem Programm „Tango Diablo“ eine sinnlich-dramatische Mischung aus Oper und Tango nach Gütersloh und stellt Mephisto-Arien von Gounod bis Boito in einen spannungsvollen Dialog mit südamerikanischem Tango. Den internationalen Durchbruch erzielte Erwin Schrott 1998 mit dem ersten Preis beim von Plácido Domingo gegründeten Gesangswettbewerb „Operalia“. Seither gastiert er weltweit an führenden Opernhäusern und bei großen Festivals. Zu seinen prägenden Partien zählen vor allem Mozart-Rollen wie „Don Giovanni“, daneben Partien wie „Scarpia“ oder „Méphistophélès“.

Am Freitag, den 19. Februar 2027, wird Fazıl Say gemeinsam mit dem Kammerorchester Basel und der herausragenden Trompeterin Lucienne Renaudin Vary zu erleben sein, deren Repertoire klassische Konzertwerke ebenso umfasst wie stiloffene Formate. Pianist und Komponist Fazıl Say konzertiert weltweit mit renommierten Orchestern, Dirigenten und Kammermusikpartnern. Sein künstlerisches Wirken reicht weit über die Grenzen des klassischen Repertoires hinaus bis hin zur Gegenwartsmusik und zu seinen eigenen Werken. In der Saison 2025/26 ist er Artist in Residence beim Schleswig-Holstein Musik Festival und beim Gstaad Menuhin Festival. Die vielfach preisgekrönte französische Trompeterin Lucienne Renaudin Vary begeistert mit ihrem brillanten wie frischen Trompetenton. 2025 wurde die exklusive Warner-Künstlerin mit dem „Opus Klassik“ als Instrumentalistin des Jahres ausgezeichnet. Als erste und jüngste Studentin wurde sie am Conservatoire National Supérieur de Paris sowohl in die Klassik- als auch in die Jazzklasse aufgenommen. Das Kammerorchester Basel wurde mit dem Schweizer Musikpreis 2019 ausgezeichnet. Es begeistert mit künstlerischer Exzellenz und inspirierenden Partnerschaften mit Künstlerinnen und Künstlern wie Sol Gabetta, Christian Gerhaher, Alexandra Dovgan, Vilde Frang und dem Collegium Vocale Gent oder wie im Konzert in Gütersloh mit Fazıl Say und Lucienne Renaudin Vary.

Ausnahme-Musikerin Sophie Hunger setzt am Sonntag, den 4. April 2027, einen unverwechselbaren musikalischen Akzent. Ihre Musik bewegt sich souverän zwischen Song, Jazz, Pop und Chanson und entzieht sich den gängigen Kategorien. Auch die Orte ihres Auftretens erzählen von dieser Offenheit: vom Montreux Jazz Festival bis zum Glastonbury Festival, wo sie 2010 als erste Schweizer Künstlerin eingeladen war, von Konzertbühnen bis in den Theaterraum. Sophie Hunger schaffte ihren Durchbruch mit dem unverkennbaren Werk „Monday’s Ghost“ und arbeitete bereits mit Dan Carey, sang mit Eric Cantona und fand mit Faber und Dino Brandão im Projekt „Brandão Faber Hunger“ zu einer besonderen, gemeinschaftlichen Form des Erzählens. Mit ihrem achten Studioalbum „Fall and Rise at Hotel Hunger“ kehrt Sophie Hunger nach sieben Jahren zurück. Nach der ausverkauften Solotour zu ihrem preisgekrönten Roman „Walzer für Niemand“ freut sie sich jetzt auf das Zusammenspiel mit einem vielstimmigen Ensemble: Traversflöten, Marimba, klassisches Klavier, Cellodrohnen und mehr verweben sich mit ihr zu einem genresprengenden Zauberorchester.

Zum Abschluss der „Vier Jahreszeiten“-Saison 2026/2027 wird am Mittwoch, den 5. Mai 2027, Alexander Scheer mit seiner veritablen Bühnenshow erwartet: “HEROES” ist eine Hommage an David Bowie, die Konzert und Lesung verbindet. Alexander Scheer, zweifacher Deutscher Filmpreis-Gewinner (u. a. für seine Mitwirkung im Film „Gundermann“), zählt aktuell zu den wandlungsfähigsten Schauspielern. Nach Engagements an den Theatern in Bochum, Zürich, Frankfurt, Hamburg und Wien gehörte er ab 2001 zum Volksbühnenensemble von Frank Castorf. Zudem verkörperte er bereits einige Pop-Ikonen im Film, darunter Keith Richards und Andy Warhol. In “HEROES” wird David Bowies Werk in einer kraftvollen Show neu beleuchtet. Ausgangspunkt ist Bowies selbst veröffentlichte Liste jener Bücher, die sein Leben und seine Musik besonders beeinflusst haben. Von Homers „Ilias“ über Dantes „Inferno“ bis zu Alfred Döblins „Berlin Alexanderplatz“ und Christa Wolfs „Nachdenken über Christa T.“ eröffnet sich ein literarischer Kosmos, der neue Perspektiven auf Bowies Werk freigibt. Alexander Scheer und seine Band verweben diese Texte mit Bowies Songs und schaffen so einen Abend voller überraschender Bezüge.

Der Vorverkauf von Abonnements startet am Samstag, den 30. Mai 2026, 9.00 bis 14.00 Uhr, in der Tourist-Information Gütersloh, Berliner Str. 63, 33330 Gütersloh und online unter theater-gt.de. Postalisch und per E-Mail eingegangene Abonnementbestellungen werden nach dem 30. Mai bearbeitet.

Der Verkauf von Einzelkarten startet am Samstag, den 27. Juni 2026, 9.00 bis 14.00 Uhr, in der Tourist-Information Gütersloh, Berliner Str. 63, 33330 Gütersloh und online unter theater-gt.de. Am 27. Juni 2026 können keine telefonischen Vorbestellungen entgegengenommen werden. Einzelkartenbestellungen per E-Mail und telefonisch sind ab Dienstag, den 30. Juni 2026, möglich.

Pro Person sind maximal vier Abonnements und vier Einzelkarten je Vorstellung für die Reihe „Vier Jahreszeiten“ erhältlich.