Theaterbesuch in Zeiten von Corona

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Theater an der Zeitenwende

Das Programm der Spielzeit 2022/2023 am Theater Gütersloh

Krieg, Pandemie und Klimawandel. Die Welt ist im Jahr 2022 gebeutelt von gravierenden Krisen. Von einer Zeitenwende ist die Rede. Wie viele Zeitenwenden hat die Kunst, hat das Theater bereits durchgestanden und auf sie reagiert! Schon Euripides schrieb über 400 Jahre vor Christus ein Stück mit dem Titel „Die Schutzflehenden“. Das Theater Gütersloh beschäftigt sich natürlich mit den Themen der Zeit, bietet jedoch auch Zerstreuung und Vergewisserung im Strudel der Ereignisse. Mit der Spielzeit 2022/2023 hofft die Künstlerische Leitung am Hans-Werner-Henze-Platz in vorpandemische Fahrwasser ohne Lockdowns und andere Beschränkungen zurückkehren zu können.

Karin Sporer und Christian Schäfer legen abermals ein Programm vor, das alle Stärken des Programmtheaters mit hochklassigen Gastspielen aller Genres und aus allen Himmelsrichtungen mit vor Ort entwickelten Eigenproduktionen verknüpft. Weiterhin werden Vorhaben nachgeholt, die der Pandemie zum Opfer gefallen waren, so die Uraufführung „Doors (No Exit)“ von Fink Kleidheu, Tilman Rammstedt und Svavar Knútur (Regie: Christian Schäfer) zum 50. Todestag von Jim Morrison 2021 oder das lang erwartete Gastspiel „Die drei Musketiere“ vom Residenztheater München.

Der Tristesse der Zeit setzt das Theater erstklassiges Ensemblespiel, Musik, Tanz, Humor und Humanität entgegen. Die führenden Schauspielhäuser aus Hamburg, Berlin, Weimar, München oder Wien werden ebenso in Gütersloh erwartet, wie die Protagonistinnen und Protagonisten Lina Beckmann, Nikolaus Habjan, Jens Harzer, Mavie Hörbiger, Wolfram Koch, Ulrich Matthes, Judith Rosmair, Gustav Peter Wöhler, u. v. a. Es werden Arbeiten von renommierten internationalen Regisseurinnen und Regisseuren sowie Choreografinnen und Choreografen wie Nora Abdel-Maksoud, Marco Goecke, Leander Haußmann, Antonio Latella, Anne Lenk, Itay Tiran oder Nadav Zelner gezeigt. Hochkarätiger Tanz kommt diesmal aus den Niederlanden, Spanien/Libanon und Italien. Die Musicalstadt Hamburg ist ebenso vertreten wie große Oper aus Detmold, Hildesheim, Osnabrück und vom Staatstheater Oldenburg. Preisgekrönte freie Schauspiel- und Musikensembles, wie das Lichthof Theater Hamburg, die Familie Flöz, die lautten compagney Berlin oder die österreichische Musicbanda Franui dürfen nicht fehlen.

Mit dem von Christiane Hagedorn gespielten Monolog „Der Nabel der Welt (where the eagles meet)“, eine Uraufführung von Fink Kleidheu, reagiert das Theater tragikomisch auf die Klimakrise.

Das Kinder- und Jugendprogramm ist prall gefüllt, Weihnachtsmärchen und Schulstoffe inklusive. Die Konzerte der Nordwestdeutschen Philharmonie (NWD) bieten unter anderem mit der frisch restaurierten Orgel der Stadthalle eine neue Farbe, Panoramamusik bietet exquisite Kammermusik, Weltmusik gibt es im Klangkosmos und geswingt wird bei Swing’in Sky in der Skylobby. Zu beachten ist selbstverständlich auch der „Theater Extra“-Bereich mit einer fröhlichen letzten „Forum Lied“-Saison von Prof. Peter Kreutz und einer Verstetigung der Hans-Werner-Henze-Kooperation mit Musikstudierenden.

Erneut ist es dem Theater gelungen, Drittmittel in erheblichem Umfang zu akquirieren. Das Programm wird erst durch die Unterstützung der vielen Förderer möglich: KulturPLUS+ (Bertelsmann, Miele, Hagedorn, Volksbank Bielefeld-Gütersloh, Nobilia, Beckhoff Automation, Sparkasse Gütersloh-Rietberg, Stadtwerke Gütersloh), Theater in Gütersloh e. V., Reinhart Müller Stiftung für Kultur und Denkmalschutz und Dr. Joachim Bauer Kulturfonds unter dem Dach der Bürgerstiftung Gütersloh, Bürgerstiftung Gütersloh, Kultursekretariat NRW Gütersloh, gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW. Aufgrund der Pandemie kommt die Förderschiene „Neustart Kultur II“ der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien hinzu. Die Restaurierung der Orgel in der Stadthalle wurde von Familie Dr. Peter Zinkann finanziert.

Die Preise bleiben erhalten. Lediglich in der Reihe Gütersloh Philharmonisch werden sie um zwei Euro angehoben.

Der Vorverkauf von Abonnements startet am Samstag, den 14. Mai 2022, 9.00 bis 14.00 Uhr, im Service Center der Gütersloh Marketing GmbH, Berliner Str. 63, 33330 Gütersloh. Schriftlich eingegangene Abonnementsbestellungen können erst am folgenden Arbeitstag bearbeitet werden (gültig nach Vorverkaufsstart).

Der Verkauf von Einzelkarten für die gesamte Spielzeit 2022/2023 startet am Samstag, den 18. Juni 2022, 9.00 bis 14.00 Uhr, im Service Center der Gütersloh Marketing GmbH, Berliner Str. 63, 33330 Gütersloh. Im Webshop sind Theaterkarten ab dem 18. Juni 2022, 9.00 Uhr, auch online erhältlich.

Am 18. Juni 2022 können keine telefonischen Vorbestellungen entgegengenommen werden. Telefonische Vorbestellungen sind ab Dienstag, den 21. Juni 2022 möglich.