Cum-Ex Papers

Eine Recherche zum entfesselten Finanzwesen von Helge Schmidt unter Verwendung des Materials der Cum-Ex-Files

Lichthof Theater Hamburg

Regie: Helge Schmidt, Choreografie: Jonas Woltemate, Ausstattung: LANIKA (Lani Tran-Duc, Anika Marquardt), Video: Johanna Seitz, Musik: Frieder Hepting
Es spielen Jonas Anders, Ruth Marie Kröger, Günter Schaupp

Am 18. Oktober 2018 um sechs Uhr morgens veröffentlichten neunzehn vom unabhängigen Recherchezentrum „Correctiv“ koordinierte Medien zeitgleich den größten Steuerraub in der Geschichte Europas: die Cum-Ex-Files. Teil der Zusammenarbeit war das Theaterprojekt „Cum-Ex Papers“, das bereits am 25. Oktober 2018 zur Uraufführung kam. Ein Jahr recherchierten Journalistinnen und Journalisten aus zwölf Ländern im Verborgenen: Investoren, Banken und Börsenspekulanten bereicherten sich in bislang ungeahntem Maße auf Kosten des deutschen Staates. Mindestens 55 Milliarden Euro ließen sich die Beteiligten durch Dreiecksgeschäfteunrechtmäßig als Steuer vom Fiskus erstatten. Geld akkumuliert bei denen, die schon viel haben.

Die Inszenierung erzählt auf Grundlage der Rechercheergebnisse zu den Cum-Ex-Geschäften einen Wirtschaftsthriller über die Parallelgesellschaft eines entfesselten Finanzwesens. Die Produktion wurde 2019 mit dem Theaterpreis „Faust“ in der Kategorie „Regie Schauspiel“ ausgezeichnet.

„Seriös, skandalös, performativ, zynisch, unterhaltsam und entlarvend.“ nachtkritik.de „Die Kunst macht das, was die Politik seit Jahren versäumt.“ (Deutschlandfunk Kultur)