Die Schöne und das Biest

Ersatzvorstellung für "Der standhafte Zinnsoldat"

Schattentheater nach dem französischen Volksmärchen

Von Lucy Kirkwood und Katie Mitchell, Deutsch von Katharina Schmitt

Theater Altenburg Gera

Für Kinder ab 6 Jahre (Bitte beachten Sie die Hinweise zur Altersfreigabe)

In Frankreich gab es einst einen Prinzen, der von einer Fee in ein schreckliches Biest verwandelt wurde. Erlösung kann er nur durch die Liebe einer Frau finden. Jahrelang lebt das Biest einsam und zurückgezogen in seinem verwunschenen Schloss, bis es eines Tages einen alten Mann in seinem Garten beim Stehlen einer Rose ertappt. Das Biest überwältigt den Dieb und droht ihn umzubringen, wenn er nicht seine Tochter Belle auf sein Schloss kommen lässt. Belle war es auch, die sich von ihrem Vater die Rose als Geschenk gewünscht hat. Fortan lebt Belle gemeinsam mit dem Biest. Doch welch wundersame Räume und schöne Gärten entdeckt sie auf dem Anwesen! Jeder Wunsch wird ihr erfüllt und wie sich herausstellt, ist auch das Biest ein angenehmer Gesprächspartner. Die Schöne würde hier eine unbeschwerte Zeit verbringen, wenn das Biest sie nicht jeden Abend aufs Neue fragen würde, ob sie es liebe …

Lucy Kirkwoods und Katie Mitchells spielfreudige Fassung erzählt nicht nur die Geschichte der schönen Tochter und des rauen Biests, sondern lässt darüber hinaus die Erzählerfiguren Cécile und Mister Pink ihre ganz eigene, humorvoll-charmante Liebesgeschichte erfahren. Der Regisseur Stefan Wey schöpft in dieser Inszenierung die Möglichkeiten des Schattentheaters aus: Mit zweidimensionalen Schablonen lässt er tiefschichtige Welten entstehen, durch welche die Taschenlampe gleich einer Kamera fährt und unerwartete Perspektiven schafft. So wird das Schloss erkundet, es erblühen dichte Rosengärten und letztlich auch die Liebe zwischen Belle und dem Biest.