Hedda Gabler

Schauspiel von Henrik Ibsen Münchner Volkstheater

Regie: Lucia Bihler, Bühne: Jana Wassong, Kostüme: Laura Kirst, Musik: Jörg Gollasch, Dramaturgie: Mats Süthoff

Als Generalstochter in ihrer von Männern und bürgerlichen Prinzipien geprägten Welt wird Hedda Gabler so sehr von der Angst vor dem sozialen Abstieg beherrscht, dass sie sich entgegen ihren Gefühlen für die vermeintliche Sicherheit der Ehe mit Jörgen Tesman entscheidet. Jörgen Tesman, ein aufstrebender Historiker, rechnet fest mit seiner anstehenden Professur. In einem Anflug aus Euphorie und um seiner anspruchsvollen Frau etwas bieten zu können, hat er sich Geld geliehen. Kaum kommen die beiden ernüchtert aus den Flitterwochen wieder, erreichen sie unerwartete Neuigkeiten. In ihrer Abwesenheit ist Eilert Lövborg, ein ehemaliger Verehrer Heddas und Kollege von Tesman, zurück in die Stadt gekommen. Mithilfe Thea Elvstedts hat er nicht nur seinen Alkoholismus überwunden und so seinen guten Namen wiederhergestellt, sondern auch soeben ein aufsehenerregendes Buch geschrieben. Heddas Lebensplan fällt wie ein Kartenhaus in sich zusammen.

„Diese Inszenierung, die weitestgehend frei von Tiefenpsychologie, aber dennoch tiefgründig ist, sei auf das Wärmste empfohlen, zeigt sie doch auch, wie weit Theater den Betrachter in die wunderbarsten Gefilde der Fantasie davontragen kann. Und das mit einer Tragödie von Ibsen. Chapeau!“ (theaterkritiken.com)