Forum Lied

„Ach, wenn er nur einmal nach mir früge, nach mir verlangte!“

Clara Schumann zum 200. Geburtstag. Eine Collage

Eine Veranstaltungsreihe der Musikschule für den Kreis Gütersloh e.V. in Zusammenarbeit mit dem Theater Gütersloh

Festival "Forum Lied zwischen den Jahren"

Andreas Ksienzyk (Rezitation), Sandra Marks (Mezzosopran), Peter Kreutz (Klavier)

Clara Schumann war zweifellos die bedeutendste Pianistin des 19. Jahrhunderts. Ihr Bild war bis zur Einführung des Euro im Jahre 2002 Jedem vertraut, schmückte es doch den 100-DM Schein. Vor 200 Jahren wurde Clara Schumann in Leipzig geboren, ihr Vater Friedrich Wieck förderte und forderte seine begabte Tochter in einem Ausmaße, dass sich die Mutter von ihrem Mann trennte und Clara beim Vater ließ. Der lang andauernde  Streit um die Heirat mit Robert Schumann führte später auch zum Zerwürfnis zwischen Vater und Tochter. Clara Schumann bekam acht Kinder, konzertierte und unterrichtete und kümmerte sich um die Verbreitung der Kompositionen Robert Schumanns, den sie um 40 Jahre überlebte.

Das Programm „Ach, wenn er nur einmal nach mir früge, nach mir verlangte!“ beleuchtet die letzten Lebensjahre Robert Schumanns in der Nervenheilanstalt in Endenich bei Bonn. Clara Schumann wurde in dieser Zeit besonders von Johannes Brahms und dem Geiger Joseph Joachim unterstützend begleitet. Auszüge aus ihren Briefen, aus der Korrespondenz mit den behandelnden Ärzten sowie aus den Krankenakten werden zusammen mit den Liedern Clara Schumanns zu einer Collage geformt, die den Zuhörer ahnen lässt, wie viel Verzweiflung und Besorgnis diese große Künstlerin erleben musste. Clara Schumanns Vertonungen von Gedichten u.a. Heinrich Heines, Friedrich Rückerts und Emanuel Geibels wirken in diesem Kontext besonders innig und warm.

 

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