Furor

Schauspiel von Lutz Hübner und Sarah Nemitz

Schauspiel Frankfurt

Uraufführung

Regie: Anselm Weber, Bühne: Lydia Merkel, Kostüme: Irina Bartels, Musik: Thomas Osterhoff
Es spielen Dietmar Bär, Katharina Linder, Fridolin Sandmeyer

Was lässt unsere Gesellschaft auseinanderbrechen? Wie erodieren demokratische Werte? Diese Fragen waren der Ausgangspunkt für das Autorenduo Sarah Nemitz und Lutz Hübner. Im Brennpunkt von „Furor“ prallen drei radikal unterschiedliche Figuren aufeinander: ein Politiker, eine Altenpflegerin, ein Paketbote. Der Ministerialdirigent Heiko Braubach hat einen jungen Drogenabhängigen angefahren. Schuld trifft den Fahrer nicht. Dennoch will der Politiker der Mutter des schwer verletzten Jungen unter die Arme greifen – immerhin befindet er sich im Wahlkampf und die Mutter muss als Altenpflegerin jeden Cent zweimal herumdrehen. In ihrer Wohnung trifft Braubach auf den Paketboten Jerome, der die Stunde seines heiligen Zorns gekommen sieht. Mit Braubach und Jerome treffen unvereinbare Positionen aufeinander, auf der einen Seite der etablierte, liberale Politiker, auf der anderen ein junger Mann voller extremer Positionen, die sich vor allem aus Enttäuschung, Wut und Hass speisen.

„Mit feiner Beobachtungsgabe skizziert das Autorenpaar die Politikverdrossenheit und  Radikalisierung in Deutschland.“ (Frankfurter Neue Presse)

„Anselm Webers Inszenierung konzentriert sich ganz auf den Text und die Figurenzeichnung, ohne Partei zu ergreifen.“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

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