Nordwestdeutsche Philharmonie | Jonathon Heyward

Gustav Mahler (1860 –1911) | Symphonie Nr. 6 a-moll

Gustav Mahlers „Sechste“ ist eines der eindrucksvollsten sinfonischen Gebilde der Spätromantik. Faszinierend aber ist vor allem die emotionale Intensität dieser Komposition. Nie zuvor nämlich hatte ein Komponist sein „sinfonisches Ich“ derart ungehemmt in den Mittelpunkt gestellt. Dass ein Komponist Gefühle und Ängste gewissermaßen unkontrolliert und beinahe ekstatisch „herausschreit“ wie Mahler in seiner „Sechsten“, das versetzt bis heute selbst hartgesottene Hörer in eine Art Schockzustand. Dazu kommt der tragische Ausgang des Werkes: Am Ende bleibt keine Hoffnung. Trotzdem ist es stets von Neuem ein Genuss, sich dem Wechselbad der Mahlerschen Gefühlswelten auszuliefern.