Schöne Bescherungen

Eine alljährliche Komödie von Alan Ayckbourn, Deutsch von Max Faber

Rheinisches Landestheater Neuss

Regie: Caroline Stolz, Bühne und Kostüme: Jan Hendrik Neidert

Onkel Bernard baut sein Puppentheater auf. Hurra. Es muss schon wieder Weihnachten sein. Im Haus von Neville und seiner Frau Belinda versammelt sich zum Fest der Liebe, was man heute Familie nennt: Eddie kümmert sich nicht um seine Kinder, was seine erneut schwangere Ehefrau Pattie schier zur Verzweiflung treibt. Onkel Harvey will den Kindern echte Gewehre schenken, und Nevilles Schwester Phyllis betrinkt sich in der Küche, anstatt das Festtagsmenü zu kochen, während ihr Mann Bernard besagtes – von allen gehasstes – Puppentheater vorbereitet. Höhepunkt dieses grotesken Familienfestes ist die Ankunft des neuen Freunds von Belindas Schwester Rachel, eines Schriftstellers. Die Erwartungen liegen hoch, die Nerven blank und die Katastrophe nimmt ihren Lauf. Alle Jahre wieder. Ein Fest!

Alan Ayckbourn definiert die Rituale des bürgerlichen Frohsinns und „steigert den sanften Horror, der Familienzusammenkünften ohnehin eigen ist, bis hin zum Ehebruch unterm Weihnachtsbaum und zum versuchten Totschlag“ (Theater heute). Mit Slapstick und pointensicheren Dialogen hält er uns bei unseren tragikomischen Versuchen, der perfekten Familie die perfekte Harmonie zu bereiten, den Spiegel vor.

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